So schonen Ihre Haustiere die Umwelt
Haustiere erfreuen sich nicht erst seit der Corona-Zeit grosser Beliebtheit. Wer seine Vierbeiner möglichst nachhaltig versorgen will, findet hier Tipps.

Das Wichtigste in Kürze
- Mineralisches Katzenstreu ist nicht verwertbar. Streu aus Pflanzenfasern ist nachhaltiger.
- Biologisch abbaubare Hundekotbeutel sorgen für mehr Nachhaltigkeit.
- Spielzeug für Haustiere kann oft selbst gebastelt werden.
Rund 1,8 Millionen Katzen und etwas mehr als eine halbe Million Hunde gibt es in Schweizer Haushalten. Ihre menschlichen Mitbewohner können einiges tun, damit die Vierbeiner nachhaltig und glücklich leben.
Mit diesen Tipps schonen Tierfreunde Umwelt und oft auch das Portemonnaie:
Umweltschutz durch nachhaltige Katzenstreu
Hunderttausende Tonnen nicht wieder verwertbarer Abfall fallen jährlich in der Schweiz durch mineralische Katzenstreu an. Dabei gibt es im Handel bereits seit Jahren eine nachhaltige Alternative aus Pflanzenfasern, die sogar besser sind als der übliche Mineralstreu.
Die kompostierbare Streu aus Pflanzenfasern ist die nachhaltigste und effektivste Form, die Umwelt zu schonen. Sie verursacht durch kurze Transportwege weniger CO2, ist nur halb so schwer wie mineralische Streu und kann bis zum siebenfachen ihres Gewichts an Flüssigkeit aufnehmen.

Ein Katzenhaushalt kanndamit das jährliche Müllaufkommen um 200 Kilogramm auf bis zu 64 Kilogramm reduzieren.
Der organische Abfall ist zudem für eine Entsorgung im Bioabfall geeignet.
Nachhaltige Hundekotbeutel für saubere Umwelt
Auch die Hinterlassenschaften von Hunden können Menschen umweltfreundlich entsorgen, wenn sie auf die Produktauswahl achten.
Biologisch abbaubare Hundekotbeutel statt Plastiktüten sorgen für Nachhaltigkeit auf Spaziergängen mit dem Vierbeiner.

Kompostierbare Beutel, die ohne Erdöl hergestellt werden, gibt es aus Papier oder Pappe. Sie gelten als klimafreundlichste Alternative zu den Plastikbeuteln.
Umweltfreundliche Nahrung
Beim Futter lässt sich viel für die Ökobilanz tun – nicht nur, indem man auf lokale und nachhaltige Produzenten setzt. Bei Hunden muss es zudem nicht immer Fleisch sein, da sie Allesfresser sind.
Beim Kauf des Futters können die Fellnasen-Freunde zudem auf möglichst umweltfreundliche Verpackungen setzen – sowie das Tierfutter in grösseren Mengen besorgen, um Verpackungsmüll einzusparen.
Wer die Nahrung selbst kochen will, sollte sich vorher mit dem Tierarzt besprechen.
Spielzeug und Accessoires
Accessoires und Spielzeug für die tierischen Begleiter gibt es oftmals secondhand. Zudem gilt es, auf nachhaltige und langlebige Materialien zu achten.

Bei jeder Anschaffung sollten sich die Haustier-Besitzer fragen, ob das neue Teil wirklich nötig ist – gerade Spielsachen für die pelzigen Freunde lassen sich auch aus Dingen basteln, die zu Hause bereits vorhanden sind.
Kleidungsreste, alte Badematten, Papierrollen und Co. reichen aus, um Hund oder Katze zu bespassen, wie zahlreiche Anleitungen im Netz zeigen.
Wichtig ist, dass keine giftigen Materialien oder Kleinteile verwendet werden und die Sicherheit der Tiere gewährleistet ist.