Tierschutz: Das passiert, wenn Sie gegen das Gesetz verstossen
Wer in der Schweiz gegen das Tierschutzgesetz verstösst, muss mit Sanktionen rechnen. Was das genau für den Tierschutz bedeutet, erfahren Sie hier.
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Das Wichtigste in Kürze
- In der Schweiz werden jährlich mehrere hundert Tierschutzverstösse gemeldet.
- Wer gegen das Tierschutzgesetz verstösst, muss mit harten Straffen rechnen.
Wer in der Schweiz gegen das Tierschutzgesetz verstösst, muss mit Strafen rechnen. Damit sollen Tiere vor unnötigem Leid geschützt werden. Verwarnungen, Bussen, aber auch Freiheitsstrafen sind möglich.
Im Jahr 2021 gab es in der Schweiz 1040 Strafverfahren wegen Missachtung des Tierschutzes. Das ergab eine Aufstellung des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV).
Verstösse und mögliche Strafen
Das Tierschutzgesetz unterscheidet zwischen leichten und schweren Verstössen. Zu den leichten zählen Verstösse gegen Haltungs- und Pflegevorschriften, wie ungenügender Auslauf oder nicht artgerechte Fütterung.
Diese Verstösse können von der Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft geahndet werden. Dabei ist eine Busse von bis zu zwanzigtausend Franken möglich. Oft werden auch Auflagen zur Verbesserung des Tierwohls gemacht.
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Unter den Begriff «Vergehen» fallen schwerwiegendere Fälle wie Tierquälerei oder vorsätzliche Tiermisshandlung. Wer einem Tier vorsätzlich Leiden zufügt oder es grausam behandelt, wird bestraft. Es droht eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe.
Tötung aus reiner Bosheit wird als Verbrechen mit Gefängnis bestraft. So wurde 2024 die Amerikanerin Anigar Monsee inhaftiert. Sie hatte Kleintiere gequält, um in den sozialen Medien berühmt zu werden. Unter anderem Frösche und Hühner.
Tierschutz: Ermittlungen und Kontrollen
Wird ein Verstoss gegen das Tierschutzgesetz gemeldet, werden Massnahmen eingeleitet. Die kantonalen Veterinärbehörden oder die Polizei ermitteln dann. Eine Massnahme zur Durchsetzung des Tierschutzes können Kontrollen vor Ort sein. Tierschutzinspektoren besuchen dann Privatpersonen oder Betriebe, um die Tierhaltung zu überprüfen.
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Im Rahmen der Ermittlungen können auch Personen wie Tierärzte oder Nachbarn befragt werden. Werden Tiere vorgefunden, die nicht ordnungsgemäss gehalten werden, werden sie von einem Tierarzt untersucht.
Bestätigt sich der Verdacht, dass die Tiere schlecht gehalten wurden, kann ein Straf- oder Verwaltungsverfahren eingeleitet werden. In besonders schweren Fällen können die Behörden die misshandelten Tiere sofort beschlagnahmen und in ein Tierheim bringen.
Tierschutz: Konsequenzen für Straftaten
Wer den Tierschutz missachtet und gegen die Vorschriften verstösst, muss mit verschiedenen Konsequenzen rechnen. So kann ein Tierhalteverbot ausgesprochen werden. Dieses kann lebenslang gelten. Der Tierhalter darf dann weder mit Tieren arbeiten noch Tiere halten.
Neben den rechtlichen Sanktionen gibt es noch weitere Konsequenzen für Personen, die gegen das Tierschutzgesetz verstossen.
Wer beispielsweise in einem Dorf lebt und seine Tiere gequält hat, spricht sich so etwas schnell rum. Soziale Ausgrenzung ist die Folge. Aber auch für den Geldbeutel kann es teuer werden.
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Bussgelder oder Strafen können die Betroffenen auch finanziell in Bedrängnis bringen. Für Bauern, Tierhändler oder Züchter kann dies existenzbedrohend sein.
Der Tierschutz in der Schweiz ist wichtig, damit Tiere nicht leiden müssen. Tiere müssen mit Respekt behandelt werden. Wer sich nicht daran hält, muss mit Strafen und Konsequenzen rechnen.