Donald Trump: Superhirne der USA wollen aus Land flüchten

Simon Binz
Simon Binz

USA,

Die Politik von Donald Trump sorgt dafür, dass einige von Amerikas schlausten Köpfen das Land verlassen.

Donald Trump
Donald Trump hält nicht viel von Diversität. - ap/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Wissenschaftler in den USA sehen wegen Trump die Freiheit der Forschung in Gefahr.
  • Drei renommierte Mitarbeiter der Yale-Universitäten ziehen deshalb nach Kanada.
  • Laut einer Umfrage denken zahlreiche Forscher über einen ähnlichen Schritt nach.

Donald Trump hat nach seinem Amtsantritt wahr gemacht, was er im Wahlkampf versprochen hatte: Er hat der Elite im Land den Krieg erklärt. Gelder werden gekürzt, unzählige Stellen gestrichen – und bei Protest wird mit Sanktionen gedroht.

Nun treten die ersten den strategischen Rückzug an. Gleich drei renommierte Mitarbeiter der berühmten Yale-Universität reisen aus den USA aus – und in Kanada ein.

Es handelt sich um die beiden US-Historiker Marci Shore und ihr Ehemann Timothy Snyder (beide 53). Ausserdem schmeisst auch Faschismus-Forscher Jason Stanley (55) den Bettel hin.

Macht Trump gute Politik?

Ihre Auswanderungspläne sorgen in den USA für Schlagzeilen. Sie gehen, weil sie die Freiheit der Forschung in Gefahr sehen. Und auch ihre persönliche Freiheit. Die drei Superhirne dürften in den USA kaum die einzigen sein, die ins Ausland abwandern werden.

Laut einer Umfrage von «Nature» unter 1608 Wissenschaftlern, denken rund drei Viertel der Befragten über den Schritt nach.

Ausländischen Forschern droht wegen Donald Trump die Ausweisung

Den USA droht wegen Donald Trump ein sogenannter Braindrain. Ein Verlust von Spitzen-Talenten aus Wissenschaft und Forschung.

Zahlreichen ausländischen Wissenschafltern droht laut Berichten gar die Ausweisung. Jüngstes Beispiel ist etwa die Russin Kseniya Petrova.

Sie forschte bis Mitte Februar an der Harvard Medical School, bis sie plötzlich in Abschiebehaft landete. Nun wachsen die Zweifel, ob selbst die privaten Elite-Universitäten noch in der Lage sind, ihre ausländischen Dozenten zu schützen.

Donald Trump
Kseniya Petrova forschte vor ihrer Festnahme durch Donald Trump und seine US-Regierung in Boston an der Harvard Medical School. - Screenshot/X

Gegenüber dem «Deutschlandfunk» spricht Thomas Zimmer (42), deutscher Gast-Forscher an der Universität von Georgetown, Klartext: «Das, was hier passiert, mindert die Attraktivität des Forschungsstandorts Amerika. Es gibt jetzt eine breite Suche nach Alternativen.»

Frankreich und Deutschland werben um US-Forscher

Besonders Nachwuchsforscher scheinen mit dem Gedanken zu spielen, wegen Donald Trump aus den USA wegzuziehen. Laut der «Nature»-Umfrage blicken 548 von 690 Postdoktoranden nach Europa – wo erste Länder aktiv um sie werben.

Jüngst machte etwa Frankreich Schlagzeilen mit dem Forschungsprogramm «Safe Place for Science» an der Universität Aix-Marseille. Laut Berichten bewarben sich bis Anfang März hundert US-Wissenschaftler auf nur 15 Stellen.

Und auch Deutschland will mitmischen: Der Präsident der deutschen Max-Planck-Gesellschaft bezeichnete Trumps Amerika gegenüber dem «Deutschlandfunk» etwa als «neuen Talentpool».

Der Berliner Senat kündigte ausserdem kürzlich an, einen Fonds einzurichten, um US-Forscher für die Unis in der Hauptstadt zu gewinnen. Ziel sei es, ihnen einen «neuen Ort zu geben, an dem sie frei in einem weltweit einzigartigen Umfeld forschen können».

Kommentare

User #4056 (nicht angemeldet)

Ein Superhirn würde sicher nicht in die EU auswandern. Hier wird Bildungsgrad mit Intelligenz verwechselt.

User #5904 (nicht angemeldet)

Wenn Nau wüsste, dass ein Superhirn ca. 2x mehr verdient als in der Schweiz, würde Nau nicht so einen Mist schreiben. Schon laufen sie davon, wohin denn?

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