Cory Booker bricht Rekord für längste Rede im US-Senat
US-Senator Cory Booker hielt eine historische Rede von über 25 Stunden, um gegen Donald Trumps Politik zu protestieren und einen neuen Rekord zu setzen.

Cory Booker, Senator aus New Jersey, hat Geschichte geschrieben. Mit einer Rede von 25 Stunden und 5 Minuten brach er den Rekord für die längste Ansprache im US-Senat.
Der Demokrat begann seine Marathonrede am Montagabend um 19 Uhr und sprach bis Dienstagabend.
Er wollte damit gegen die Politik von Präsident Donald Trump protestieren. «BBC» berichtet, dass Booker dabei erklärte, die Nation befinde sich in «einem ernsten und dringenden» Moment.
Rede von Cory Booker: Scharfe Kritik an Plänen
Booker nutzte seine Rede, um Trumps Kürzungen bei Sozialleistungen und andere GOP-Pläne scharf zu kritisieren. Laut «Euronews» las er Briefe von Bürgern vor, die von den Massnahmen der Regierung betroffen waren.

Er sprach auch über seine eigene Herkunft als Nachfahre von Sklaven und Sklavenhaltern. Der vorherige Rekordhalter war Strom Thurmond, ein Segregationist aus South Carolina.
Ein symbolischer Akt
Er hielt 1957 eine 24-stündige Filibuster-Rede gegen das Civil Rights Act hielt, erinnert «Axios». Booker übertraf diesen Rekord um fast eine Stunde.
«Politico» hebt hervor, dass Booker sich bewusst war, dass er Thurmonds Rekord brechen würde, und dies als symbolischen Akt verstand.
Ein historischer Moment
Mit seiner Rede wollte Booker nicht nur Aufmerksamkeit auf die Politik der Trump-Administration lenken, sondern auch die demokratische Basis mobilisieren.
Laut «Axios» stieg das Interesse an seiner Ansprache sprunghaft an: Über eine halbe Million Google-Suchen wurden während der Rede verzeichnet.
Unterstützung durch Demokraten
Booker erhielt Unterstützung von anderen Demokraten, darunter Chuck Schumer. Laut «The Hill» fragte Schumer ihn: «Weisst du, dass du gerade Rekord gebrochen hast?»

Die Rede wurde auch als Zeichen für die Widerstandskraft der Demokraten gegen Trumps Agenda gewertet.
Symbolik und Botschaft
Bookers Rede war keine Filibuster-Rede im klassischen Sinne. Sie blockierte zwar den Senatsbetrieb für einen Tag, zielte jedoch darauf ab, eine moralische Botschaft zu vermitteln.
Wie «New York Times» berichtet, sagte Booker: «Es geht nicht um rechts oder links – es geht um richtig oder falsch.»
Die Rede markiert einen Wendepunkt für die Demokraten, die sich in einer schwierigen politischen Lage befinden. Bookers Durchhaltevermögen und seine klare Botschaft könnten neue Impulse für die Partei setzen und ihre Anhänger mobilisieren.