Putin stellt Hyperschall-Seerakete Zirkon in Dienst

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Deutschland,

Reichweite von mehr als 500 Kilometern und wegen ihrer extrem hohen Geschwindigkeit von der Flugabwehr praktisch nicht aufzuhalten: Moskau nimmt «Zirkon»-Raketen in Betrieb.

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Ein «Zirkon»-Marschflugkörper wird von einer Fregatte der russischen Marine während einer militärischen Übung gestartet (Archivbild). - Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Russen haben eine neue Rakete in den Dienst gestellt.
  • Diese fliegt mit Hyperschallgeschwindigkeit und ist daher kaum aufzuhalten.
  • Auch ihre enorme Reichweite von 500 Kilometern bereitet Sorgen.

Vor dem Hintergrund anhaltender Probleme in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine hat Kremlchef Wladimir Putin die neue Hyperschallrakete «Zirkon» in Dienst gestellt.

«Ich bin sicher, dass solch eine mächtige Waffe es erlaubt, Russland zuverlässig vor äusseren Drohungen zu schützen und: die nationalen Interessen unseres Landes abzusichern», sagte der 70-Jährige in einer vom Fernsehen übertragenen Videoschalte aus dem Kreml zur Inbetriebnahme der «Zirkon»-Raketen auf der Fregatte «Admiral Gorschkow».

Die «Admiral Gorschkow» gehört zu Russlands Nordmeerflotte und soll auf eine lange Seereise in den Atlantischen und Indischen Ozean geschickt werden, um Russlands Seemacht zu demonstrieren. Das 2018 in Dienst gestellte Kriegsschiff ist die erste Fregatte, die mit den neuen Raketen ausgestattet wird.

Bis zu 9000 Kilometer pro Stunde

Die Zirkon hat eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern und dient in erster Linie zur Schiffsbekämpfung. Wegen ihrer extrem hohen Geschwindigkeit – nach russischen Angaben kann sie auf bis zu 8000 bis 9000 Kilometer pro Stunde beschleunigen – ist sie von der Flugabwehr praktisch nicht aufzuhalten.

Die öffentliche Zeremonie dient offenbar auch dazu, von den Schwächen der russischen Armee im Ukrainekrieg abzulenken. Nach mehr als zehn Monaten seit Ausbruch der Kampfhandlungen, die eigentlich als begrenzte Operation vorgesehen war, wird Putin von einer zunehmenden Anzahl der Russen nicht mehr als der starke Kriegsherr wahrgenommen, als der er sich präsentieren will.

Auch das Image von Russlands Militär und Rüstungsindustrie haben gelitten. Im Zuge der Übertragung versprach Putin, die russischen Streitkräfte weiter mit modernsten Waffen aufzurüsten.

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