US-Flugzeug entdeckt Objekt auf Meeresgrund
Das Wichtigste in Kürze
- Auf der Suche nach dem seit Tagen vermissten U-Boot im Südatlantik hat ein US-Flugzeug ein Objekt auf dem Meeresgrund entdeckt.
- Auf dem Radar soll ein Signal erkennbar gewesen sein, das auf das verschollene U-Boot «ARA San Juan» hindeute.
- Ein Mini-U-Boot soll nun zu der Stelle delegiert worden sein. Das Verteidigungsministerium wollte die Berichte allerdings nicht bestätigen.
Auf dem Radarschirm des Flugzeugs sei ein
Wärmeflecken erschienen, der darauf hindeute, dass es sich um das vermisste
U-Boots «ARA San Juan» handeln könnte, berichteten am Dienstag (Ortszeit)
übereinstimmend der Sender Radio Mitre und die Zeitung «Clarín». Ein Mini-U-Boot sei zu dem Punkt 300 Kilometer östlich des patagonischen
Hafens Puerto Madryn entsandt worden, um das Objekt zu identifizieren. Das
Verteidigungsministerium wollte die Berichte nicht bestätigen.
Sauerstoff für sieben Tage
In der patagonischen Hafenstadt Comodoro Rivadavia wurde das regionale
Krankenhaus auf Anforderung der argentinischen Kriegsmarine in Bereitschaft
versetzt. Alle geplanten Operationen wurden verschoben und vier Säle frei
gehalten, um die Besatzungsmitglieder des U-Boots gegebenenfalls einliefern zu
können.
Die internationale Suchaktion nach dem verschollenen U-Boots ist nach
Angaben der argentinischen Kriegsmarine in einer «kritischen Phase». Der
Kontakt mit dem U-Boot war am 15. November abgerissen. «Unsere Sorge um die
Sauerstoffreserve an Bord steigt an», sagte am Dienstagabend (Ortszeit) der
Marinesprecher, Kapitän Enrique Balbi. Das U-Boot mit 44 Menschen an Bord
verfüge über Sauerstoff für sieben Tage, wenn es nicht auftauchen kann.