EU richtet Luftbrücke für Erdbebenopfer in Myanmar ein
Nach dem schweren Erdbeben in Myanmar startet die EU-Kommission eine Luftbrücke mit humanitärer Hilfe, beginnend mit einem Flug von Kopenhagen aus.

Nach dem schweren Erdbeben in Myanmar bringt die Europäische Union per Luftbrücke humanitäre Hilfe auf den Weg. Die EU-Kommission kündigte in Brüssel den Start eines ersten Fluges von Kopenhagen aus an.
Die Lieferung mit 80 Tonnen Hilfsgütern wie Zelten, Wasser und Medizinprodukten soll an das UN-Kinderhilfswerk Unicef übergeben geben. Zudem soll ein Team aus zwölf europäischen Experten in den kommenden Tagen nach Bangkok und Kuala Lumpur geschickt werden, um die Hilfe der EU-Mitgliedstaaten zu koordinieren.
500'000 Euro für humanitäre Hilfe
Die EU hatte bereits am Freitag 2,5 Millionen Euro (rund 2,39 Millionen Franken) für Soforthilfe freigegeben und stellt nun weitere 500'000 Euro zur Verfügung. Derweil steigt die Zahl der Todesopfer nach der Katastrophe weiter an.
Nach Angaben der regierenden Militärjunta wurden mittlerweile 2886 Leichen gefunden. Mehr als 4600 Menschen wurden demnach verletzt, rund 370 werden noch vermisst. Das Beben der Stärke 7,7 hatte am Freitag vor allem die zweitgrösste Stadt Mandalay, die Region Sagaing und die Hauptstadt Naypyidaw erschüttert.