Europa muss sich gegen Verdummung wehren und militärisch aufrüsten

Samantha Reimer
Samantha Reimer

Österreich,

In Europa: Gunther Spath, Ex-Militärkommandant und Autor, warnt vor der zunehmenden Verdummung und fordert eine militärische Aufrüstung.

europa
Soldaten der Schweizer Armee. (Archivbild) - keystone

Gunther Spath, ehemaliger Militärkommandant von Kärnten und Autor von 17 Büchern, hat ein neues Buch geschrieben. In seinem neuesten Werk «Flexen, FLINTA, Fake und Co.» setzt er sich humorvoll mit der fortschreitenden Verdummung der Gesellschaft auseinander.

Der Titel des Buches reflektiert moderne Begriffe, die laut Spath den Rückgang menschlicher Intelligenz symbolisieren. Er sieht darin eine Gefahr für die politische Stabilität Europas.

Sorge um Bildung und künstliche Intelligenz

Spath kritisiert die abnehmende Schulbildung und die wachsende Abhängigkeit von künstlicher Intelligenz. Er betont, dass Chatbots oft fehlerhafte Antworten liefern, die jedoch überzeugend wirken.

«(...) je schlechter die Bildung, desto eher werden solche Antworten geglaubt(...)», erklärt er. Die Reizüberflutung durch ungeordnete Informationen im Internet erschwere es zusätzlich, Wahrheit von Fälschung zu unterscheiden.

europa
Ein Chatbot wie ChatGPT wird in Alltag und Berufsleben zunehmend genutzt. (Symbolbild) - Christin Klose/dpa-tmn

Diese Entwicklung begünstige laut Spath populistische und autoritäre Politik weltweit. «Je grösser die Verdummung, desto leichteres Spiel hat es diese geistig ideologisch getriebene Politik», warnt der ehemalige Offizier.

Europa vor Sicherheitsrisiken

Die instabile Weltlage erfordert aus Spaths Sicht eine verstärkte militärische Aufrüstung Europas. Seit den 1990er Jahren seien die Verteidigungsausgaben kontinuierlich gesenkt worden.

«Es ist keine Kriegsgeilheit (...) Es nicht zu tun wäre einfach ein unverantwortliches Sicherheitsrisiko», sagt Spath deutlich. Er betont zudem, dass Europa sich nicht länger auf die USA verlassen könne und autoritäre Machthaber weltweit an Einfluss gewinnen.

Bist du der gleichen Meinung?

Für Österreich fordert er beispielsweise eine Modernisierung der Reservetruppen und regelmässige Übungen der Miliz. «Die Miliz muss wieder schlagkräftig werden (...)», so Spath.

EU-Pläne zur Wiederaufrüstung

Die Forderungen von Gunther Spath stehen im Einklang mit aktuellen Plänen der EU-Kommission zur Verteidigungsstärkung. Der «ReArm Europe»-Plan sieht laut «Statista» Investitionen von knapp 800 Milliarden Euro vor, um Europas militärische Fähigkeiten zu verbessern.

eu china windkraft wettbewerb
EU-Flaggen vor dem Berlaymont-Gebäude in Brüssel. (Archivbild) - keystone

Das entsprich ungefähr 763 Millionen Franken. Dabei sollen laut «ZDF» nationale Schulden für Verteidigungsausgaben ermöglicht werden, ohne EU-Defizitverfahren auszulösen.

Die EU strebe zudem eine stärkere Koordination der Rüstungsindustrie an und will Fähigkeitslücken schliessen, etwa bei Raketenabwehr und Cybersicherheit. Bis 2030 sollen diese Massnahmen umgesetzt werden, um Europa unabhängiger und verteidigungsfähiger zu machen.

Kommentare

User #4153 (nicht angemeldet)

In den Fall wird diese Plattform von Nau bald eingestellt werden müssen!

User #7295 (nicht angemeldet)

Die kommt rasant mit KI!

Weiterlesen

Peskow
35 Interaktionen
«Nicht sicherer»
Aufrüstung Milliarden
50 Interaktionen
EU-Aufrüstung
Rafale-Kampfjets EU Aufrüstung
161 Interaktionen
Wegen Russland
Symbolbild
Rohstoffe

MEHR IN NEWS

fc basel erni maissen
Erni Maissen
Weleda
Wegen Zölle
gürtelrose impfung
1 Interaktionen
Studie
Benjamin Netanjahu
Nacht im Überblick

MEHR AUS ÖSTERREICH

Soldaten
1 Interaktionen
Soldaten
Jürgen Drews winkt
1 Interaktionen
«Wirklich alt»
Jüdisches Museum
In Gottes Namen
Weltraum
3 Interaktionen
Vermüllung