Ukraine: Russland erteilt Friedenstruppen und Kampfpause Absage
Russlands Aussenminister Sergej Lawrow weist Vorschläge für europäische Truppen in der Ukraine zurück. Gleichzeitig plant Moskau neue Gespräche mit den USA.
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Russland hat erneut seine Ablehnung gegenüber europäischen Friedenstruppen in der Ukraine bekräftigt. Aussenminister Sergej Lawrow bezeichnete solche Truppen als inakzeptabel, wie «n-tv» berichtet.
Lawrow betrachte die Idee als Versuch, den Konflikt weiter anzuheizen. Er lehnte auch ein mögliches Einfrieren der Kämpfe entlang der aktuellen Frontlinie ab, wie «web.de» meldet.
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Auch Kremlsprecher Dmitri Peskow verwies auf Lawrows Äusserungen. Er sehe keinen Grund, diese weiter zu kommentieren, wie die Nachrichtenagentur «TASS» berichtet.
USA und Russland: Gespräche in Istanbul
Diese Haltung steht im Widerspruch zu Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump. Trump hatte behauptet, Russland würde europäische Friedenstruppen akzeptieren, wie «n-tv.» schreibt.
Trotz der Spannungen scheint sich eine weitere diplomatische Annäherung zwischen Russland und den USA anzubahnen. Lawrow kündigte ein Treffen amerikanischer und russischer Diplomaten an.
Das Treffen soll am Donnerstag in Istanbul stattfinden. Ziel sei es, die Arbeit der Botschaften beider Länder zu normalisieren, wie «web.de» berichtet.
Moskau besteht auf annektierte Gebieten in der Ukraine
Russland beharrt auf Gebietsansprüchen in der Ukraine, laut Lawrow gehörten die annektierten Gebiete zu Russland. Er forderte zudem die Aufhebung rassistischer Gesetze in der Ukraine, gemeint sei laut «web.de» wohl eine angebliche Benachteiligung russischsprachiger Ukrainer.
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Die Ukraine lehnt Gebietsabtretungen an Russland kategorisch ab. Präsident Selenskyj schloss jedoch einen zeitweiligen Kontrollverlust nicht aus, wie «n-tv» schreibt.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach derweil von einem «Wendepunkt» in den Gesprächen. Er zeigte sich zuversichtlich mit Blick auf eine baldige Feuerpause zuversichtlich, wie der «Deutschlandfunk» berichtet.