Arras (F): Täter (20) bereitete Behörden seit Wochen «Sorgen»

An einem Gymnasium im Nordosten Frankreichs ist es zu einem Angriff mit einem Messer gekommen. Eine Lehrperson soll dabei verstorben sein.

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Französische Polizeibeamte des forensischen Dienstes stehen vor dem Gambetta-Gymnasium in Arras. - Denis Charlet/AFP/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Im französischen Arras ist es zu einem Messerangriff auf einen Lehrer gekommen.
  • Gemäss ersten Berichten soll die Lehrperson dabei verstorben sein.
  • Der Angreifer wurde festgenommen.

Ein Messerangreifer hat in einem Gymnasium im nordfranzösischen Arras einen Menschen getötet und mehrere verletzt.

Der Täter sei von der Polizei festgenommen worden, teilte Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin am Freitag mit. Die Polizei sei in der Schule im Einsatz, wie die Polizeipräfektur mitteilte, sei die Lage unter Kontrolle und es gebe keine Gefahr mehr. Die Hintergründe der Tat sind noch vollkommen unklar. Die Antiterrorstaatsanwaltschaft hat nach eigenen Angaben die Ermittlungen übernommen.

Arras
Das Stadtzentrum von Arras in Hauts-de-France. (Archivbild) - AFP

Wie der Sender BFMTV berichtete, habe der Täter eine Lehrkraft getötet und eine weitere verletzt. Zuvor habe er «Gott ist gross» gerufen. Ausserdem habe der Angreifer einen Angestellten des Gambetta-Gymnasiums verletzt. Schüler wurden demnach nicht verletzt.

Präsident Emmanuel Macron wolle zum Ort des Geschehens fahren. Das Parlament in Paris unterbrach seine Sitzung und Premierministerin Élisabeth Borne brach eine Reise ab.

Täter wohl ehemaliger Schüler

Der Angreifer und sein ebenfalls verhafteter Bruder sollen aus Tschetschenien stammen, schreibt die Zeitung «Le Figaro» unter Verweis auf das Innenministerium. Der Bruder wurde gemäss «Le Parisien» unbewaffnet in der Nähe einer anderen Schule festgenommen.

Laut «Le Parisien» ist der Arras-Täter 20-jährig und ein ehemaliger Schüler der Schule. Er wurde Angaben zufolge bereits in einer Datei für radikalisierte Personen geführt. Seit einigen Wochen hätte der Angreifer den Sicherheitsbehörden besondere Sorge bereitet.

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