Prozess in Paris gut 20 Jahre nach tödlichem Flugzeugabsturz
Nach über zwei Jahrzehnten soll der damalige Chef von Flash Airlines wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht gestellt werden.

Mehr als 21 Jahre nach dem Flugzeugabsturz vor Ägyptens Küste mit 148 Toten soll der damalige Chef der Fluggesellschaft in Paris wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht gestellt werden. Das berichtete der Sender France Info unter Verweis auf das Pariser Berufungsgericht.
Dem Chef von Flash Airlines, die kurz nach dem Absturz den Betrieb einstellte, werden insbesondere Mängel bei der Pilotenausbildung angelastet. Kurz nach dem Start in Scharm El-Scheich am 3. Januar 2004 war die Chartermaschine mit Flugziel Paris ins Rote Meer gestürzt.
Angehörige begrüssen Prozesstermin
Es gab keine Überlebenden. Unter den Toten befanden sich 134 französische Touristen. Bereits am Unglückstag in Frankreich eingeleitete Ermittlungen wurden 2017 mit der Feststellung eingestellt, dass es keine andere Hypothese als die eines Pilotenfehlers gebe.
Unmittelbar vor dem Absturz hatten mehrere Passagiere noch Notrufe als SMS an ihre Familien in Frankreich geschickt, in denen es hiess, dass etwas schieflaufe. Der Verein der Angehörigen begrüsste die Ankündigung des Prozesses nach langen Jahren der Ungewissheit.