Russland bekräftigt Anspruch auf Atomkraftwerk Saporischschja
Russland bekräftigt seinen Anspruch auf das ukrainische Kernkraftwerk Saporischschja nach Trumps Vorstössen.

Mit Blick auf jüngste Vorstösse von US-Präsident Donald Trump hat Russland seinen Anspruch auf das besetzte ukrainische Kernkraftwerk Saporischschja bekräftigt. «Das AKW Saporischschja ist eine russische Nuklearanlage», schrieb das Aussenministerium in Moskau in einer Mitteilung.
Eine Rückgabe der grössten Atomanlage Europas an die Ukraine oder eine Abgabe der Kontrolle an ein anderes Land sei unmöglich. Auch eine gemeinsame Nutzung gehe nicht. Das Aussenministerium nannte dabei Trumps Namen nicht, sondern bezog sich auf Presseberichte über ein angebliches Interesse an dem seit März 2022 besetzten AKW.
Trump bekundet Interesse an Atomindustrie der Ukraine
Trump hatte in den vergangenen Tagen mehrfach Interesse an der Atomindustrie in der Ukraine bekundet. Er sagte auch, dass die USA mit ihrer Erfahrung ein ukrainisches Kernkraftwerk gut führen könnten. Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj bestätigte lediglich, dass er Washington um Hilfe gebeten habe, um Saporischschja zurückzubekommen.
Die sechs Reaktoren des Werks sind aus Sicherheitsgründen abgeschaltet. Allerdings will Russland sie wieder in Betrieb nehmen, um den eroberten Süden der Ukraine mit Strom zu versorgen. Die Eingliederung des Werks in die russische Atomindustrie sei «ein längst vollzogener Fakt, den die internationale Gemeinschaft nur noch anerkennen kann», schrieb das Ministerium.