Beim Klimastreik marschiert bereits die zweite Generation schon mit
Am Freitag folgten Tausende dem Aufruf von «Fridays for Future» und demonstrierten in Bern. An vorderster Front marschiert bereits die nächste Generation mit.
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Das Wichtigste in Kürze
- Am Freitag demonstrierten in Bern tausende Aktivisten für das Klima.
- Darunter auch die zehnjährige Nora, Schwester von Klimastreikerin Lena Bühler.
- Die Primarschülerin erzählt, wie sie in ihren jungen Jahren schon zum Aktivismus kam.
Weltweit wurde am Freitag für eine grünere Zukunft demonstriert. Fridays for Future lud zu einem weltweiten Streik für eine ehrgeizigere Klimapolitik. Greta Thunbergs Aufruf folgten auch in Basel, Bellinzona, Genf und natürlich in Bern mehrere tausend Menschen.
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Verschiedene Lokalgruppen waren in einer Sternenfahrt auf den Bundesplatz gepilgert. Das Publikum bestand längst nicht nur aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen: Auch die «Klima-Grosseltern» warben in Bern mit Transparent und Ansprache für ihr Anliegen.
Nächste Generation marschiert bereits mit
Ganz vom anderen Ende des Altersspektrums kommt Nora Bühler (10). Die kleine Schwester von Klimaaktivistin Lena Bühler (18) marschierte an vorderster Front durch die Bundesstadt. «Lena hat mich am Anfang mitgenommen, jetzt bin ich halt auch dabei», erzählt die Schülerin.
Für Nora ist die Sache ernst: «Ich wünsche mir, dass man endlich etwas macht». In ihrem Freundeskreis und in der Schule sei der Klimawandel oft Thema. Viele ihrer Kollegen sind ebenfalls an den Streiks dabei.
Die Primarschülerin ist froh, dass auch die Lehrer ihre Anliegen ernst nehmen: «Wir sprechen manchmal auch im Unterricht darüber.» Dabei habe man sogar diskutiert, was man unternehmen könne «für eine Zukunft ohne Katastrophen, Überschwemmungen und Waldbrände.»
Wegen Klimastreik vom Familientisch auf die Strasse
Für Lena Bühler kommt der Aktionismus ihrer kleinen Schwester nicht überraschend. «Wir haben das Thema am Familientisch halt oft besprochen», so die Klimaaktivistin. Nora sei darum praktisch von Anfang an dabei gewesen.
Auch Lena ist froh, dass der Klimawandel bereits früh in der Schule thematisiert wird. «Eigentlich sollte man in allen Fächern diese Krise behandeln», ist sie überzeugt.
![Sweden Climate Protest](https://c.nau.ch/i/OXdZD/900/sweden-climate-protest.jpg)
Der Bewegung stehen entscheidende Tage bevor. Die 26. Uno-Klimakonferenz startet am 31. Oktober im schottischen Glasgow.
Gemäss Experten liegt das 2015 verabschiedete Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, in weiter Ferne. Zahlreiche Klimaschützer wollen darum in den nächsten Tagen ebenfalls nach Glasgow fahren, um sich Gehör zu verschaffen.