Neues Einreiseformular für Grossbritannien: Was Reisende erwartet
Ab dem 2. April brauchen Reisende nach Grossbritannien eine elektronische Einreise-Erlaubnis (ETA) – sonst droht ihnen ein Flugverbot.

Das Wichtigste in Kürze
- Ab Mittwoch brauchen Reisende nach Grossbritannien eine elektronische Einreise-Erlaubnis.
- Die Genehmigung kostet zehn Pfund und gilt für zwei Jahre.
- Die Fluggesellschaft Swiss hat ihre Passagiere frühzeitig über die Neuerung informiert.
Grossbritanniens Behörden wollen künftig genauer wissen, wer ins Land einreist.
Wer England, Schottland, Wales oder Nordirland besuchen will, muss daher ab dem 2. April 2025 vorgängig eine elektronische Einreise-Erlaubnis einholen.
Beim Gesuch für das ETA (Electronic Travel Authorisation) müssen Reisende mehr von sich preisgeben als ihrem Pass zu entnehmen ist: Zum Beispiel Beruf, Stelle, Telefonnummer oder allfällige Vorstrafen.
Kurze Sache, lange Wirkung
Das Ausstellen dieser Genehmigung kostet pro Person zehn britische Pfund, was umgerechnet rund elf Franken entspricht.
Die Bewilligung ist zwei Jahre lang gültig und muss erst danach wieder erneuert werden. Eingeholt werden kann die Bewilligung online oder über eine App.
Die Sache ist im Prinzip binnen weniger Minuten erledigt. Aber: Für die USA ist das Vorgehen einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Für Grossbritannien bislang nicht.
Gut möglich also, dass nicht alle Reisenden die neuen Bestimmungen ab Mittwoch mitgekriegt haben. Und es an den Flughäfen in der Schweiz zu Komplikationen kommen wird.
Denn: Die Fluggesellschaften sind angehalten, nur Passagiere zu befördern, die über korrekte Reisedokumente verfügen.
Dies bestätigt die Swiss auf Anfrage von Nau.ch. Heisst konkret: Wer versäumt, die Einreise-Bewilligung für Grossbritannien zu lösen, der bleibt am Boden.
Die Informations-Offensive der Swiss
Bei der Swiss glaubt man indes nicht, dass die Neuerung zu Problemen führen wird. «Wir kommunizieren diese neuen Einreisebestimmungen für Grossbritannien bereits seit Anfang 2025.»
Die Passagiere werden auf der Swiss-Website, im sogenannten Pre-flight-Mail sowie beim Check-in über das benötigte neue Formular informiert. «Wir gehen daher davon aus, dass unsere Fluggäste bereits gut im Bild sind.»
Für die Sicherheit am Flughafen ist die Flughafenpolizei zuständig, die der Zürcher Kantonspolizei angeschlossen ist. Die Behörde rechnet nicht damit, dass renitente Passagiere für Probleme sorgen werden.
«Wir gehen davon aus, dass die Reisenden über die neuen Bestimmungen informiert sind», erklärt eine Sprecherin gegenüber Nau.ch.
Keine speziellen Vorkehrungen geplant
Spezielle Vorkehrungen hätte die Flughafenpolizei daher nicht getroffen.
Bleibt abzuwarten, ob die Umstellung ab Mittwoch dann auch tatsächlich so reibungslos verlaufen wird, wie von den Behörden erwartet.