Swiss Steel: Machtstreit geht in die nächste Runde
Viktor Vekselberg und Martin Haefner streiten sich um die Mehrheit am Luzerner Konzern Swiss Steel. Der russische Milliardär hat nun Anzeige erstattet.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Mehrheit am Schweizer Unternehmen Swiss Steel ist heiss umstritten.
- Die Milliardäre Viktor Vekselberg und Martin Haefner streiten sich seit längerem.
- Nun hat der russische Vekselberg Anzeige bei der Übernahmekommission UEK erstattet.
Seit längerem streiten sich die Milliardäre Viktor Vekselberg und Martin Haefner um die Mehrheit am Luzerner Unternehmen Swiss Steel. Durch die beiden Männer stehen sich zwei Firmen gegenüber: Die Liwet Holding seitens Vekselberg und Amag seitens ihres Eigentümers Haefner.

Laut einem Bericht des «Tagesanzeigers» hat Vekselberg nun eine Anzeige bei der Übernahmekommission (UEK) gegen Big Point eingereicht. Big Point ist eine Aktiengesellschaft von Kontrahent Haefner. Grund für die Anzeige liegt an einem Entscheid der Finanzaufsicht Finma.

Haefner konnte durch eine Kapitalerhöhung seinen Anteil an Swiss Steel auf fast die Hälfte erhöhen. Nun würden die Regeln eigentlich vorschreiben, dass er allen Aktionären ein Übernahmeangebot machen müsste. Die Finma erliess ihm allerdings diese Aufgabe bis ins Jahr 2024. Das passt Vekselberg natürlich nicht, weshalb er Anzeige erstattet hat.