Kriminalstatistik: Gewalt und Straftaten im Kanton Zürich steigen
Die Kriminalität im Kanton Zürich nahm 2024 um 5,9 Prozent zu. Besonders betroffen sind laut der Kriminalstatistik Vermögens-, Gewalt- und Cyberdelikte.

Die polizeiliche Kriminalstatistik 2024 zeigt einen deutlichen Anstieg der Straftaten im Kanton Zürich. Im Vergleich zum Vorjahr nahmen die Delikte um 5,9 Prozent zu, während die nationale Zunahme bei 8 Prozent lag.
Besonders betroffen sind Vermögensdelikte, digitale Kriminalität und Gewaltdelikte. «Kantonspolizei Zürich» berichtet, dass diese Entwicklung eng mit dem Bevölkerungswachstum und gesellschaftlichen Trends wie zunehmender Cyberkriminalität und Migration verbunden ist.
Kanton setzt auf Prävention
Die Zahl der Gewaltstraftaten haben um rund 3 Prozent zugenommen, heisst es in der Mitteilung der Kantonspolizei. Täglich hätten die Beamten rund 21-Mal aufgrund von häuslicher Gewalt oder familiären Differenzen ausrücken müssen.

Laut Sicherheitsdirektor Mario Fehr spiegelt dies die Herausforderungen zunehmenden Cyberkriminalität und der wachsenden Migration wider.
«Tele Z» hebt hervor, dass die Polizeikorps verstärkt auf Prävention setzen, etwa durch Patrouillen und Sonderaktionen gegen Messerangriffe.
Kriminalstatistik: Zunahme bei digitalen Delikten
Cyberkriminalität verzeichnete ein aussergewöhnliches Wachstum. Laut der Stadtpolizei Zürich stiegen digitale Delikte um 46 Prozent, zeigt die Kriminalstatistik des Kantons Zürich auf.
Der Missbrauch von Onlinezahlungssystemen macht über die Hälfte der Fälle aus. «Stadt Zürich» berichtet in ihrer Mitteilung von einer Zunahme bei Einbruchdiebstählen.
So kam es im vergangenen Jahr auf total 2815 Einbruchdiebstähle.
Hotspots und Präventionsmassnahmen
In der Stadt Zürich konzentrieren sich Straftaten auf bekannte Hotspots. Diese seien am Hauptbahnhof, das Gebiet rund um den Zürichsee und das Langstrassenquartier, berichtet «Tele Z».
Die Stadtpolizei setzte gezielt auf Massnahmen gegen Beschaffungskriminalität und Einbruchdiebstähle. Laut «Stadt Zürich» konnten mehrere Serientäter festgenommen werden, wodurch sich die Zahlen stabilisierten.