Queen hofft auf einen Klimagipfel für die Geschichtsbücher
Mit einem ungewöhnlich energetischen Appell wandte sich die Queen zum Auftakt des Klimagipfels an die Staats- und Regierungschefs.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Welt habe laut der Queen die Chance, eine sicherere und stabilere Zukunft zu schaffen.
- Sie hoffe, dass die Staatschefs dem Ruf dieser zukünftigen Generationen folgen würden.
Königin Elizabeth II. hat sich zum Auftakt des Weltklimagipfels in Glasgow in einem ungewöhnlich energischen Appell an die Staatenlenker gewandt. «In den kommenden Tagen hat die Welt die Chance, eine sicherere und stabilere Zukunft für unsere Bevölkerung und den Planeten, von dem wir abhängig sind, zu schaffen», sagte die Königin in einer am Montagabend veröffentlichten Botschaft, die vor einigen Tagen auf Schloss Windsor aufgezeichnet wurde. Sie selbst hoffe, dass die Konferenz einer jener Momente sein werde, bei der alle die Politik des Augenblicks hinter sich lassen und über sich hinauswachsen würden.
In Glasgow ringen in den kommenden zwei Wochen rund 200 Staaten darum, wie das in Paris beschlossene 1,5 Grad-Ziel noch erreicht und konkret umgesetzt werden kann. Die bisherigen Pläne der Staaten reichen dazu noch bei weitem nicht aus.
Auf ärztlichen Rat nicht vor Ort
Die 95 Jahre alte Königin hatte eigentlich persönlich nach Glasgow reisen und an einem Empfang teilnehmen wollen. Auf ärztlichen Rat sagte sie die Reise jedoch kurzfristig ab und sendete stattdessen die Videobotschaft, in der sie auch ihren im April gestorbenen Ehemann Prinz Philip als leidenschaftlichen Umweltschützer würdigte. Auch Thronfolger Prinz Charles, der die Konferenz am Montag offiziell eröffnete, ist als leidenschaftlicher Klimaschützer bekannt.
«Viele hoffen, dass das Vermächtnis dieses Gipfels – geschrieben in noch zu druckenden Geschichtsbüchern – Sie als die Staatenlenker beschreiben wird, die die Gelegenheit nicht verpasst haben, sondern dass Sie dem Ruf dieser zukünftigen Generationen gefolgt sind», sagte die Queen.