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BBC-Reporter fragt nach lesbischen Spielerinnen bei Marokko

Felix Kirsch
Felix Kirsch

Australien,

Skandal an der Frauen-Fussball-WM: Ein BBC-Reporter will von Marokkos Kapitänin wissen, ob es homosexuelle Spielerinnen im Team gebe.

Ghizlane Chebbak, Kapitänin des marokkanischen Nationalteams, im Duell mit Klara Bühl. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Reporter der BBC sorgte mit einer prekären Frage bei der Frauen-WM für Empörung.
  • Nun entschuldigte sich die BBC stellvertretend für den Reporter.

Ein Reporter der britischen BBC steht in massiver Kritik. Grund: Er stellte «unangemessene» und potenziell schädliche Fragen an die Kapitänin des marokkanischen Frauen-Nationalteams. Die britische Nachrichtenorganisation entschuldigte sich am Dienstag im Namen des Reporters.

Vor ihrem Debütspiel bei der Weltmeisterschaft gegen Deutschland trat das marokkanische Frauen-Nationalteam auf einer Pressekonferenz auf. Plötzlich verursacht eine Frage eines BBC-Journalisten, gerichtet an Kapitänin Ghizlane Chebbak, spürbare Spannungen im Raum.

«Nein, es ist nicht politisch» – Reporter drängte auf Antwort

«Es ist in Marokko illegal, eine gleichgeschlechtliche Beziehung zu haben. Haben Sie homosexuelle Spielerinnen in Ihrem Team und wie ist das Leben für sie in Marokko?», fragte der Reporter am Samstag. Der Moderator der Pressekonferenz griff schnell ein.

«Entschuldigung, das ist eine sehr politische Frage, also beschränken wir uns auf Fragen zum Fussball», antwortete der Moderator.

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«Nein, es ist nicht politisch», widersprach der Journalist. «Es geht um Menschen, es hat nichts mit Politik zu tun. Bitte lassen Sie sie die Frage beantworten.»

BBC entschuldigt sich für Reporter

Der Moderator ignorierte die Frage und erlaubte eine letzte Frage von einem anderen Reporter, bevor die Pressekonferenz beendet wurde.

In einer Erklärung gegenüber britischen Medien sagte ein Sprecher der BBC: «Wir erkennen an, dass die Frage unangemessen war. Wir hatten nicht die Absicht, Schaden oder Unannehmlichkeiten zu verursachen.»

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Kommentare

User #6001 (nicht angemeldet)

Die Frage hat natürlich nichts mit Fussball zu tun und hatte dort nicht gestellt werden dürfen. Gleichzeitig zeigt es ein Tendenz auf: man darf heute nichts in Sachen Sexualtität und Gender mehr hinterfragen, man darf nur einverstanden sein mit allem was aus der "sie müssen alles akzeptieren Ecke" kommt.

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