Formel 1 in Bahrain: Hamilton-Debüt im Ferrari, Dreher bei Red Bull
Die Formel 1 ist zurück aus der Winterpause: Am Mittwoch starteten die dreitägigen Testfahrten in Bahrain vor dem Saisonauftakt in Australien in zwei Wochen.
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Das Wichtigste in Kürze
- Ferrari und Mercedes machen am ersten Testtag der Formel 1 einen starken Eindruck.
- Eine Rote Flagge wegen Stromausfall sorgt am Nachmittag für eine Unterbrechung.
- Weltmeister Max Verstappen kommt nicht viel zum Fahren.
- McLaren-Pilot Lando Norris stellt die erste Tagesbestzeit auf.
Nach 80 Tagen Winterpause ist die Formel 1 am Mittwoch offiziell in die neue Saison gestartet: Am ersten von drei Testtagen in Bahrain spulten die zehn Teams fleissig ihre Kilometer ab.
Im Vordergrund stand dabei vor allem ein erster Funktionstest für die neuen Renner. Zudem hatten viele Teams erstmals ihre neuen Fahrer im Cockpit.
Alle Augen waren dabei auf Ferrari gerichtet, denn dort absolvierte Lewis Hamilton seine ersten offiziellen Kilometer.
Bislang hatte der Star-Neuzugang nur Privat-Tests mit älteren Ferrari-Rennern sowie eine Demo-Ausfahrt mit dem SF-25 abgespult. Am Mittwoch pilotierte der Rekordweltmeister erstmals eine «Rote Göttin» bei einer offiziellen Session.
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Und der Brite schien sich am Steuer des neuen Ferrari-Boliden durchaus wohlzufühlen. Bis auf ein paar harmlose Verbremser spulte der 40-Jährige einen problemlosen Vormittag ab. Am Nachmittag überliess Hamilton dann seinem neuen Teamkollegen Charles Leclerc das Cockpit.
Lawson mit erstem Dreher der neuen Saison
Den ersten kleinen Schreckmoment der neuen Saison lieferte Red-Bull-Neuling Liam Lawson: Der Rookie, der mit gerade einmal elf Grands Prix an Erfahrung zum Teamkollegen von Max Verstappen wird, fuhr am Vormittag.
Knapp eine Stunde vor dem Ende der Morgen-Session leistete er sich einen harmlosen Dreher, konnte aber weiterfahren.
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Davon abgesehen machte der neue Red Bull RB21 aber einen soliden Eindruck. Vor allem beim Einlenken – der grosse Schwachpunkt des enttäuschenden Vorgängers – wirkte das Auto stabil und griffig. Weltmeister Max Verstappen sass am Nachmittag am Steuer und konnte sich ein erstes Bild verschaffen.
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Einen Dreher hatte auch der zweite Neuling im Red-Bull-Aufgebot, Isack Hadjar, am Steuer seines Racing-Bulls-Autos zu verzeichnen. Der junge Franzose drehte sich nach rund 45 Minuten in der Nachmittagssession einmal um die eigene Achse. Aber auch dieser Ausrutscher blieb ohne nennenswerte Folgen.
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Wie ist die Rangordnung in der Formel 1?
Über das Kräfteverhältnis in der Formel 1 sagen die Vorsaison-Testfahrten naturgemäss wenig aus. Offensichtliche Probleme, wie etwa lange Defekt- oder Reparatur-Pausen, waren bei keinem Team zu beobachten.
Für eine lange Zwangspause sorgte aber ein Stromausfall an der Strecke knapp zwei Stunden vor dem Ende der Nachmittagssession.
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Vielversprechend wirkten die Auftritte von Mercedes und Ferrari, insbesondere mit den jeweiligen Neuzugängen, Kimi Antonelli und Lewis Hamilton.
Die erste Tagesbestzeit geht an Lando Norris von Konstrukteurs-Weltmeister McLaren. Dahinter klassieren sich Russell, Verstappen und Leclerc.