Republikaner wollen Mädchen Kurzhaarfrisuren verbieten
Republikanische Abgeordnete in Arkansas planen ein Gesetz, das «geschlechtsnonkonforme» Frisuren für Mädchen unter Strafe stellen soll.

Republikaner in Arkansas sorgen aktuell für Aufsehen. Sie haben nämlich einen Gesetzentwurf eingebracht, der Kurzhaarfrisuren für Mädchen verbieten soll.
Die Abgeordneten Mary Bentley und Alan Clark stehen hinter dem Vorschlag. Er sieht laut «Stern» vor, «geschlechtsnonkonforme» Haarschnitte unter Strafe zu stellen.
Friseure könnten deshalb verklagt werden, wenn sie Mädchen Kurzhaarfrisuren schneiden. Auch Lehrer und Beratungsorganisationen wären betroffen.
Hohe Geldstrafen geplant
Die Verjährungsfrist für solche «Vergehen» soll 15 Jahre betragen. Geldstrafen zwischen 10'000 (ungefähr 8800 Franken) und zehn Millionen US-Dollar sind vorgesehen.
Mary Bentley verteidigt den Entwurf. «T-Online» zitiert sie: «Es geht darum, Kinder davor zu schützen, in eine Gender-Ideologie gedrängt zu werden.»
Bentley sieht Geschlechtswechsel als extrem schädlich für Kinder an. Sie will deswegen verhindern, dass Kinder dieser «Gefahr» ausgesetzt werden.
Kritik und rechtliche Bedenken
LGBTQ-Organisationen und Menschenrechtsgruppen kündigen als Antwort zahlreiche Klagen an. Ein Vertreter des Generalstaatsanwalts sieht darin einen Verstoss gegen die Meinungsfreiheit.
Selbst einige republikanische Parteikollegen halten den Vorschlag für undurchdacht. Die Republikaner haben in Arkansas jedoch in beiden Kammern eine deutliche Mehrheit.
Der Gesetzentwurf reiht sich somit in eine Serie von Massnahmen ein. Bereits 2021 stellte Arkansas geschlechtsangleichende Massnahmen bei Minderjährigen unter Strafe.