Greenpeace-Studie betrachtet Folgen von hypothetischem Atomangriff

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Deutschland,

Eine Greenpeace-Studie untersuchte die möglichen Folgen eines hypothetischen Atomangriffs. Es wurden drei Szenarien durchgespielt.

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Eine Greenpeace-Studie zeigt Folgen eines hypothetischen Atomangriffs. (Symbolbild) - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Greenpeace veranlasste eine Studie zu den Folgen eines hypothetischen Atomangriffs.
  • Sie betrachteten drei Szenarien in drei verschiedenen deutschen Städten.

Bei einem Atomangriff auf deutsche Grossstädte würden Hunderttausende Menschen sofort ums Leben kommen. Zehntausende müssten mit längerfristigen Folgen wie einer Krebserkrankung rechnen. Dies zeigte eine Studie der Greenpeace.

Die Physikerin Oda Becker verwendete für die am Mittwoch veröffentlichte Untersuchung eine Software-Simulation namens Nukemap. Diese soll die Folgen eines Atombombenabwurfs für einen bestimmten Ort berechnen. Die Studie sei als Beitrag gedacht für «die notwendige Diskussion über eine atomwaffenfreie Welt», erklärte Greenpeace.

Drei Szenarien werden untersucht

Die Studie untersucht drei Szenarien. Sie schauten einen Angriff auf Berlin an, mit einer eher kleinen Atombombe, die eine Explosionsenergie von 20 Kilotonnen hat. Nach den Ergebnissen der Software-Simulation wäre mit rund 145'000 unmittelbar Getöteten zu rechnen.

berlin
Der Blick über Berlin. - AFP/Archiv

Davon entfielen den Angaben zufolge 25'000 auf die Auswirkungen der Druck- und Hitzewelle. 120'000 würden unter den Fallout-Strahlungen in einem grösseren Umkreis leiden. «Dazu kommen noch mehr als 50'000 spätere Todesfälle durch eine Krebserkrankung», heisst es in dem Bericht.

Simulation berücksichtigt nicht alle Szenarien

Für Frankfurt wurde das Szenario eines Angriffs auf das Finanzzentrum mit einer schweren Atombombe von 550 Kilotonnen berechnet. Hier ermittelte das Programm aufgrund der Daten insgesamt rund 500'000 Todesfälle. Darunter sind 206'080 aufgrund der Druck- und Hitzewelle und der Sofortstrahlung.

Das für die Simulation verwendete Modell könne allerdings nicht alle Umstände berücksichtigen, erklärte die Autorin. «Die Zahlen könnten also zu hoch sein. Sie könnten auch zu niedrig sein.»

Straßenbahn
Die deutsche Stadt Frankfurt am Main. - Keystone

Drittes Szenario ist eine Explosion auf dem Luftwaffenstützpunkt Büchel in der Eifel. Dort sollen nach offiziell nicht bestätigten Informationen US-Atomwaffen mit einer Sprengkraft von jeweils 170 Kilotonnen gelagert werden. Für diesen hypothetischen Fall kam die Software auf insgesamt 130'000 unmittelbare Todesfälle, davon 107'000 durch die Fallout-Strahlung.

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