KI-Gipfel in Paris: Elon Musk sorgt aus der Ferne für Wirbel
Elon Musk bleibt dem KI-Gipfel in Paris fern, mischt sich jedoch aus der Ferne mit provokanten Aktionen ein.

Der Tesla-Chef sagte seine Teilnahme am KI-Gipfel wegen Verpflichtungen in Washington ab. Dennoch sorgte er mit einem Übernahmeangebot und bissigen Kommentaren für Aufsehen.
Während des Dinners im Élysée-Palast in Paris platzte die Nachricht, dass Musk OpenAI übernehmen wolle. Laut «Handelsblatt» reichte eine Investorengruppe unter seiner Führung ein Angebot über 97,4 Milliarden Dollar (rund 89 Milliarden Franken) ein.
Altman kontert in Paris mit Spott
OpenAI-Gründer Sam Altman verliess das Dinner in Paris daraufhin vorzeitig. Auf X reagierte Altman spöttisch: «Nein danke, aber wir kaufen Twitter für 9,74 Milliarden Dollar.»

Dieser Scherz spielt auf Musks Kauf von Twitter an. 2022 zahlte er 44 Milliarden Dollar (rund 40 Milliarden Franken) für die Plattform, die nun X heisst.
Musk kritisiert OpenAI seit Langem scharf. Er wirft Altman vor, das ursprüngliche Ziel einer offenen KI zugun
Angriff auf Xavier Niel
Doch damit nicht genug. Musk legte sich auch mit Tech-Pionier Xavier Niel an. Dieser hatte ihm in einem Interview Lob und Kritik zugleich ausgesprochen.
Laut «Handelsblatt» nannte Niel ihn «den grössten Unternehmer der Welt», aber auch eine «komplexe» Persönlichkeit. Das passte Musk nicht.

Er attackierte Niel auf X und beschuldigte ihn der Zuhälterei. Niel wurde 2004 tatsächlich angeklagt, aber später freigesprochen.
Langer Streit um OpenAI
Währenddessen läuft der KI-Gipfel weiter. Auf dem Start-up-Campus Station F wird auch Altman sprechen. Dort könnte die Fehde mit Musk ein Thema werden.
Musk und Altman streiten seit Jahren. Der Tesla-Chef wirft OpenAI vor, sich von seiner ursprünglichen Mission entfernt zu haben.
Musk wollte OpenAI ursprünglich als Open-Source-Projekt für die Menschheit aufbauen. Altman habe es aber auf Profit getrimmt.
Rolle von Microsoft
Musk war 2015 Mitgründer von OpenAI. Doch später verliess er das Unternehmen. Der Grund: Altman richtete OpenAI stärker auf Gewinne aus und kooperierte mit Microsoft.
Der Tech-Konzern hat 13 Milliarden Dollar (rund 12 Milliarden Franken) in OpenAI investiert. «Handelsblatt» berichtet, dass Microsoft vor allem Rechenzeit in seinen Serverzentren zur Verfügung stellt.
Musk attackiert Altman regelmässig. Erst kürzlich bezeichnete er ihn kürzlich als «Scam Altman», also als «Betrüger».