Serbien und Ungarn verstärken Militärkooperation

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Serbien,

Ungarn und Serbien intensivieren ihre militärische Zusammenarbeit.

Aleksandar Vucic
Der serbische Staatspräsident Aleksandar Vucic. (Archivbild) - dpa

Das EU- und Nato-Land Ungarn und das benachbarte Serbien verstärken ihre militärische Zusammenarbeit. Dazu unterzeichneten die Verteidigungsminister beider Länder in Belgrad im Beisein des serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic ein Abkommen, das unter anderem deutlich mehr gemeinsame Militärübungen vorsieht.

Beide Länder wollen «die Annäherung aller unserer Positionen im Verteidigungsbereich weiter (...) beschleunigen und vorantreiben», schrieb Vucic dazu bei Instagram. Man steuere auf ein bilaterales Militärbündnis oder eine Militärunion zu, sagte Vucic nach Angaben des regierungsnahen serbischen Portals «Politika.rs».

Ziel: Bilaterale Militärkooperation

Ungarn sei das Land in der Region, mit dem Serbien am intensivsten militärisch kooperiere, fügte der Präsident hinzu. Für Ungarn sei Serbien wiederum der wichtigste bilaterale militärische Partner, der weder Mitglied der Nato noch der EU ist, sagte Ungarns Verteidigungsminister Kristof Szalay-Bobrovniczky.

Bereits aufgrund eines Abkommens von 2023 hatten die Armeen beider Länder 48 gemeinsame Aktivitäten. In diesem Jahr solle diese Zahl auf 79 steigen, heisst es in dem Abkommen. Als Beispiele nannte der ungarische Minister Marineausbildung, multinationale Kampfausbildung in Friedenszeiten für freiwillige Reservisten und Gewehrschützenausbildung.

Gemeinsame Rüstungsbeschaffungsprogramme

Zudem seien auch gemeinsame Rüstungsbeschaffungsprogramme vorgesehen, hiess es. In früheren Medienberichten hatte es geheissen, dass Ungarn vor allem veraltete Rüstungsgüter aus eigenen Beständen nach Serbien verkaufen wolle.

Beobachter in der Region sehen die Kooperation zwischen Serbien und Ungarn mit Sorge. Vucic und Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban pflegen gute Beziehungen zu Russland. Kritiker werfen beiden einen autoritären Regierungsstil vor.

Kritik an autoritärem Regierungsstil

Vor Kurzem hatten die Nato-Länder Kroatien und Albanien mit Kosovo ein militärisches Kooperationsabkommen geschlossen. Belgrad warf diesen Ländern vor, mit dem Abkommen die regionale Stabilität zu gefährden.

Zwischen Kosovo und Serbien herrschen Spannungen. Dies, weil Belgrad die Unabhängigkeit seiner einstigen Provinz nicht anerkennen will. Auch zwischen Serbien und dem EU-Land Kroatien gibt es immer wieder Verstimmungen.

Kommentare

User #5216 (nicht angemeldet)

Wie lange lässt man sich in der EU und Nato noch von Orban an der Nase herumführen?

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