Wladimir Putin

Wladimir Putin: Verliert seine Gas-Drohung bereits an Wirkung?

Nick Mäder
Nick Mäder

Russland,

Wladimir Putin droht Europa immer wieder mit Gas-Stopps. Auch nach der Stilllegung der Pipeline Nordstream 1 reagierte der Markt aber nicht mit höheren Preisen.

Wladimir Putin
Wird Wladimir Putin auch die Gas-Schlacht verlieren? - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Wladimir Putins Drohungen lassen die europäischen Gaspreise seit Monaten explodieren.
  • In den letzten Tagen sind die Preise aber trotz russischem Gas-Stopp zurückgegangen.
  • Wird sich die Lage auf dem Gasmarkt nun entspannen? Ein Experte schätzt ein.

Die Energiekrise trifft Europa hart: Egal ob Benzin, Öl, Strom oder Gas – alles ist seit dem russischen Angriff auf die Ukraine teurer geworden.

Beim Gas stellt sich vor allem die Frage, wie stark der russische Präsident Wladimir Putin am Hahn dreht. Allein nur Lieferstopp-Drohungen seitens des Kremls hatten stets heftige Preis-Reaktionen zur Folge.

Mit seiner Gas-Erpressung ist es Putin gelungen, den Fokus auf die Energiekosten zu lenken und Angst vor einer Strom-Knappheit auszulösen.

Doch offenbar könnte dieses politische Druckmittel zunehmend an Wirkung verlieren. Obwohl Russland zuletzt die Gas-Pipeline Nord Stream 1 stillgelegt hat, reagierte der Markt nicht mit höheren Preisen.

Wladimir Putin könnte auch die Gas-Schlacht verlieren

Im Gegenteil: Mehrere Tage in Serie sind die Gaspreise sogar zurückgegangen. Verliert Putins Gas-Schreck etwa schon seine Wirkung?

Ein Blick auf die jüngsten Entwicklungen auf dem Gasmarkt lässt dies zumindest vermuten: Mit weniger als 200 Franken pro Megawattstunde ist der Preis von Erdgas auf dem tiefsten Stand seit Ende Juli.

Bereitet Ihnen eine mögliche Gasmangellage Sorgen?

Damit ist Gas noch immer deutlich teurer als vor dem Ukraine-Krieg, aber der enorme Anstieg der Gaspreise könnte gestoppt sein. Laut Giovanni Staunovo, Rohstoff-Experte der UBS, liegt das an den gut gefüllten Erdgas-Speichern.

«Die Erdgas-Speicher in Europa haben sich schneller gefüllt als erwartet. Aktuell sind die Speicher zu 84 Prozent voll, was zu einer Entspannung geführt hat», erklärt Staunovo.

Giovanni Staunovo Benzinpreis
Giovanni Staunovo, Rohstoff-Experte bei der UBS, im Gespräch mit AWP. - Youtube/AWP

Bis zum Frühling werde aber ein grosser Teil der Reserven aufgebraucht sein. Das wird sich wohl oder übel auf die Gaspreise auswirken: «Um die Nachfrage zu drosseln, werden die hohen Preise auch im nächsten Jahr nötig sein», meint der Rohstoff-Experte.

Russlands These, dass der Westen wegen des Gasmangels einknicken wird, geht aber nicht auf. Europa wird trotz Gas-Drosselung von Wladimir Putin durch den Winter kommen.

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