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Nationen-Wertung: Ski-Rivale Österreich droht historischer Absturz!

Mathias Kainz
Mathias Kainz

Österreich,

Österreich steckt im Ski-Weltcup tief in der Krise. Dem einstigen Dauersieger droht in der Nationenwertung ein historischer Tiefpunkt.

Österreich Ski-Weltcup Nationenwertung
Schneidet Österreich im Nationencup in diesem Winter so schlecht ab wie noch nie zuvor? - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Österreich läuft Gefahr, in der Nationenwertung so schlecht abzuschneiden wie noch nie.
  • Im Weltcup war man seit der Einführung 1967 nie schlechter als Dritter.
  • In diesem Winter droht Rot-Weiss-Rot der erstmalige Absturz auf Rang vier.

Aus dem Nationen-Pokal im alpinen Ski-Weltcup ist in dieser Saison ein wenig die Luft raus: Dank der bärenstarken Schweizer Auftritte – vor allem bei den Männern – führt die Schweiz mit grossem Vorsprung. Der Erzrivale Österreich liegt mehr als 1000 Punkte zurück – nach nur einem Drittel der Saison.

Gewinnt die Schweiz in diesem Winter die Nationenwertung?

Ganz genau beträgt der Rückstand vor dem Jahres-Abschluss am Sonntag 1199 Punkte – Tendenz steigend. Beim Bormio-Super-G der Männer und dem Semmering-Slalom der Frauen sind erneut Schweizer Ski-Stars in der Favoritenrolle: Marco Odermatt führt im Super-G-Weltcup, Camille Rast in der Slalom-Wertung.

Österreich droht ein historischer Absturz

In der Konsequenz müssen die Österreicher in jener Wertung, die sie von 1988 bis 2019 ununterbrochen dominierten, nach hinten schauen. Denn während die Lücke nach vorne beträchtlich ist, holt die Konkurrenz im Windschatten auf: Norwegen liegt nur rund 250 Punkte hinter den Österreichern, Italien fehlen knapp 300 Zähler.

Besonders auffällig ist dabei: Weder bei den Männern noch bei den Frauen ist Österreich aktuell die Nummer zwei. Dank des Riesen-Sieges von Federica Brignone am Semmering ist Italien im Frauen-Ranking nun Zweiter. Und bei den Männern ist Österreich gar nur Vierter – hinter Norwegen und Frankreich.

Manuel Feller Österreich Weltcup
Im Vorjahr gewann Manuel Feller die Slalom-Kristallkugel – davon ist er aktuell weit entfernt. - keystone

Der erfolgsverwöhnten rot-weiss-roten Ski-Nation droht in diesem Winter sogar ein historischer Absturz im Nationen-Pokal: Seit 1982 war Österreich in der Länder-Wertung immer mindestens Zweiter. Und schlechter als Dritter war man seit Einführung des Nationencups im Jahr 1967 (!) überhaupt noch nie!

Reisst eine fast 60 Jahre alte Erfolgsserie?

Mit anderen Worten: Wenn Norwegen und Italien ihre starke Form aufrechterhalten und Österreich weiter schwächelt, winkt ein Negativ-Rekord. Die ÖSV-Delegation könnte ihr schlechtestes Ergebnis in der 58-jährigen Weltcup-Geschichte einfahren. In jedem Fall aber wackelt zumindest die Top-2-Serie der Österreicher.

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Österreich droht ein historischer «Bauchfleck» im Nationencup. - Twitter/@Eurosport_IT

Zumal Besserung beim Schweizer Erzrivalen nicht wirklich in Sicht ist: Mit Cornelia Hütter konnte im laufenden Winter nur eine einzige ÖSV-Athletin Siege einfahren. Bei den Männern herrscht überhaupt eine nie dagewesene Dürre: Von den bislang erst acht Podestplätzen konnten die Herren nur zwei verbuchen ...

Kommentare

User #4165 (nicht angemeldet)

Swiss Ski, 140 angestellte, in Watte gepackt, auf Kosten des Steuerzahlers! Abschaffen...

User #1391 (nicht angemeldet)

Dem Nationencup hat Österreich ja während vieler Jahre gewonnen. Nach vielen Erfolgen gibt es meistens ein Loch, war bei uns nach den Rücktritten der Sapporo-Gewinner auch so!

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