Supplements als Hilfe: Das macht Vitamin B2 im Körper
Vitamin B2, auch Riboflavin genannt, übt viele wichtige Funktionen aus. Mangelerscheinungen können mit Supplements aufgefangen werden.

Das Wichtigste in Kürze
- Vitamin B2 steckt in den meisten Lebensmitteln, vor allem in Milch.
- Ein Mangel macht sich körperlich durch Risse in der Haut und juckende Stellen bemerkbar.
Die Bedeutung von Vitamin B2 für den Körper wird häufig unterschätzt. Das Vitamin, auch Riboflavin genannt, ist in zahlreichen Prozessen beteiligt. Ein Mangel hat entsprechend viele Folgen, ist jedoch in der Schweiz selten.
Die Wirkung von Vitamin B2
Besonders wichtig ist Vitamin B2 für den Kohlenhydratstoffwechsel. Es baut die in Lebensmitteln vorhandenen Zucker und Fette ab, damit sie in Energie für die Zellen umgewandelt werden können. Weiterhin fördert es die Gesundheit des Gewebes und damit ein gesundes Erscheinungsbild von Haut, Haaren und Nägeln.

Zu den weiteren positiven Wirkungen gehört die antioxidative Wirkung, den den Körper vor freien Radikalen und oxidativem Stress schützt. Es fördert die Verwertung von Eisen, das wiederum für die Bildung roter Blutkörperchen unverzichtbar ist. Nicht zuletzt fördert es die Gesundheit der Schleimhäute und stärkt so die körperlichen Abwehrkräfte.
Die Versorgung der Schweizerinnen und Schweizer
Allgemein gilt die Schweizer Bevölkerung laut dem Ernährungsbulletin des BLV als ausreichend mit Vitamin B2 versorgt. Der Tagesbedarf liegt bei Erwachsenen bei 1,2 bis 1,5 Milligramm, die aus der regulären Nahrung aufgenommen werden kann. Besonders reich an Riboflavin sind Milch und damit auch verschiedene Milchprodukte wie Joghurt und Käse.

Während vegetarisch lebende Menschen noch gut zurechtkommen, haben vegan lebende Menschen ein stark erhöhtes Risiko für B2-Mangel. Daneben können bestimmte Erkrankungen des Verdauungstraktes dazu führen, dass Vitamine nicht mehr richtig über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.
Den Tagesbedarf an Vitamin B2 decken
Risikogruppen können sich durch eine möglichst ausgewogene Ernährung mit Milch, Milchprodukten, Fleisch, Eiern und Gemüse vor einem Mangel schützen.
Für Veganer empfiehlt sich eine Ernährung mit vielen Hülsenfrüchten und grünem Blattgemüse wie Spinat, das reich an Riboflavin ist. Daneben sind Supplements eine Lösung, um die tägliche Versorgung sicherzustellen. Nahrungsergänzungsmittel gibt es in verschiedenen Darreichungsformen.

Gut zu wissen: Vitamin B2 ist hitzebeständig, aber sehr empfindlich gegenüber Licht. Direktes Sonnenlicht zerstört das Vitamin in Lebensmitteln. Diese sollten also dunkel und kühl gelagert werden. Zum Beispiel in einer Speisekammer, im Keller oder zumindest in einem lichtgeschützten Vorratsschrank.
Supplements: Symptome beim Vitamin-B2-Mangel
Ein Mangel an Riboflavin macht sich auf verschiedene Weise bemerkbar. Da das Vitamin stark am Energiestoffwechsel beteiligt ist, zeigt sich der Mangel häufig in Müdigkeit und Blässe. Hält er länger an, kann sich eine Blutarmut (Anämie) entwickeln.
Ein weiteres typisches Symptom sind Risse in den Mundwinkeln (Stomatitis angularis). Aber auch rot gefärbte Lippen (Cheilosis), auf denen sich Fissuren bilden. Auch andere Bereiche des Gesichts werden in Mitleidenschaft gezogen. Darunter die Zunge, die Hornhaut der Augen und die Haut selbst, die sich schuppt.

Ob tatsächlich ein Vitamin B2-Mangel vorliegt, oder ob eine andere Krankheit zugrunde liegt, kann mit Hilfe eines Blutbildes ermittelt werden. Mit einer Ernährungsumstellung oder der zeitweiligen Einnahme von Supplements kann der Mangel ausgeglichen werden. Die Symptome bilden sich dann wieder zurück. Auswirkungen einer Überversorgung sind nicht bekannt.