Bundesrat schiesst Quarantäneliste ab – so soll Einreise aussehen

Nicola Aerschmann
Nicola Aerschmann

Bern,

Der Bundesrat hat entschieden, die Quarantäneliste für die Einreise in die Schweiz abzuschaffen. Grund dafür ist die Dynamik der Delta-Variante.

Quarantäne-Liste
Die Quarantäneliste sorgt jeweils für eine Pflicht-Quarantäne bei Reisen aus verschiedenen Ländern. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Bundesrat schafft die Quarantäneliste des BAG vorerst ab.
  • Die Liste sei angesichts der dynamischen Situation ungeeignet.
  • Zudem befinden sich zwei Einreise-Regelungen in Konsultation.

Im Rahmen der heutigen Medienkonferenz informiert der Bundesrat über die neuen Regeln im Kampf gegen das Coronavirus. Unter anderem soll die Zertifikatspflicht ausgeweitet werden. Auch bei der Einreise gelten künftig neue Massnahmen.

Dazu gehört nun die Abschaffung der Quarantäneliste. Das BAG-Dokument mit Staaten, in denen kritische Corona-Varianten kursieren, sei heute ungeeignet, teilt der Bundesrat mit.

Alain Berset Zertifikatspflicht Entscheid
Bundesrat Alain Berset hört einem Journalisten zu. - Keystone

Grund dafür sei die Delta-Variante, heisst es. Diese habe dazu geführt, dass die Fallzahlen vielerorts innert weniger Tage massiv gestiegen seien. Für den Bundesrat ist klar: «Diese Dynamik kann mit einer solchen Liste nicht erfasst werden.» Der Reisebranche könne ohne die Liste auch mehr Planbarkeit geboten werden.

Zwei Einreise-Vorlagen in Konsultation

Weiterhin in Kraft bleibt derweil die Risiko-Liste des SEM. Mit dieser wird geregelt, aus welchem Land man in die Schweiz einreisen dürfe.

Corona Freitesten
Ein Corona-Test. (Symbolbild) - dpa

Zudem gibt der Bundesrat im Hinblick auf die Herbstferien zwei Varianten zu Einreisebestimmungen in Konsultation.

Erstere setzt auf wiederholtes Testen bei nicht geimpften und nicht genesenen Einreisenden. All diese Personen müssten demnach einen negativen Test bei der Einreise vorweisen. Vier bis sieben Tage später sollen sie erneut getestet werden, beide Tests sollen kostenpflichtig sein.

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Die zweite Variante sieht bei den betroffenen Personen eine zehntägige Quarantäne anstelle eines zweiten Tests vor. Mit einem weiteren negativen Test könnte die Dauer aber auf sieben Tage verkürzt werden.

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