Coronavirus: Fehlender Test-Nachweis kostet bis 200 Franken
Wer als Nicht-Geimpfter und -Genesener in die Schweiz einreist, muss zwei Tests auf das Coronavirus nachweisen. Eine Busse bis 200 Franken droht.
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Das Wichtigste in Kürze
- In der Schweiz muss seit dem 20. September ein Einreiseformular ausgefüllt werden.
- Gemäss BAG sind rund 1,2 Millionen Formulare eingegangen.
- 230 Bussen wegen fehlender Negativ-Tests bei der Einreise wurden ausgesprochen.
Das Reisen boomt trotz Coronavirus wieder. Gerade für die Herbstferien haben sich viele Schweizer für einen Trip ins Ausland entschieden. Aber Vorsicht bei der Reiserückkehr!
Seit dem 20. September muss grundsätzlich jeder Reisende in die Schweiz wegen des Coronavirus ein Einreiseformular ausfüllen. Das gilt für ausländische Touristen als auch für Reiserückkehrer. Ausnahmen gelten für angrenzende Regionen.
Zollbeamte führen deshalb Stichproben bei Einreisenden durch. Wird das Einreiseformular nicht nachgewiesen, droht eine Ordnungsbusse von 100 Franken. Wie die Eidgenössische Zollverwaltung auf Nachfrage schreibt, wurden bis zum 10. Oktober rund 280 solcher Bussen ausgeteilt. Aktuellere Zahlen liegen gemäss der EZV nicht vor.
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Insgesamt wurden laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) seit dem 20. September rund 1,2 Millionen solcher Formulare ausgefüllt.
Coronavirus: Nicht-Geimpfte und -Genesene müssen Testresultate vorweisen
Nicht-Geimpfte und Nicht-Genesene müssen zudem bei der Einreise ein gültiges negatives Testresultat vorweisen. Wegen fehlenden Negativ-Tests auf das Coronavirus bei der Einreise wurden gemäss BAG rund 230 Bussen ausgesprochen.
Was viele aber nicht wissen: Zusätzlich muss vier bis sieben Tage nach der Einreise ein zweiter Test nachgeliefert werden. Dieser Test ist kostenpflichtig und das Resultat muss der zuständigen kantonalen Stelle übermittelt werden.
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Wer den ersten oder zweiten Testnachweis nicht vorweisen kann, muss mit einer Geldbusse von bis 200 Franken rechnen.
Wie die Nachfrage bei den Kantonen zeigt, werden solche Bussen bisher aber kaum ausgestellt. So hat der Kanton Luzern bei 3100 eingereichten Einreiseformularen bei stichprobenartigen Kontrollen keine Verstösse festgestellt.
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Auch der Kanton St.Gallen erhielt rund 100 bis 400 Meldungen pro Tag, welche stichprobenmässig kontrolliert werden. Dabei werden die Einreisedaten mit den via kantonale Webseite hochgeladenen Testresultaten abgeglichen.
Säumige bekommen demnach eine Aufforderung, das Testresultat nachzuliefern. Ordnungsbussen wurden aber bislang auch keine ausgestellt.
240 Fälle in Basel in Abklärung
Der Kanton Aargau hat bei 2407 eingereichten Testresultaten 1161 Stichproben durchgeführt. Angaben zu Verstössen macht der Kanton nicht. Ebenso der Kanton Solothurn, der rund 140 Formulare pro Tag erhalten hat.
Dem Kanton Zug wurden bislang 950 Formulare vom Bund übermittelt. 72 Personen hätten sich auch nach mehrmaliger Kontaktaufnahme nicht gemeldet und kein Testresultat eingereicht. So erklärt Mediensprecher der Gesundheitsdirektion Julien Duc. Diese Personen seien den Strafverfolgungsbehörden gemeldet worden und sie müssen mit einer Busse rechnen.
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Im Kanton Basel-Stadt wurden rund 2200 Formulare eingereicht. Wenn möglich, werde hier allen Fällen nachgegangen, wie es auf Anfrage heisst. Rund 240 Fälle seien in Abklärung, weil das Testzertifikat nach vier bis sieben Tagen nicht nachgeliefert worden ist.