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Nationalrat will Informationsaustausch über Finanzkonten ausbauen

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Bern,

Die Schweiz soll laut dem Nationalrat den Informationsaustausch über Finanzkonten (AIA) mit 12 Ländern einführen. Eines von ihnen ist auch die Ukraine.

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Der Nationalrat verlangt für Bildung, Forschung und Innovation von 2025 bis 2028 ein höheres Budget als beantragt und genehmigt und besteht auf nahezu allen zusätzlichen Mittelaufstockungen.(Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schweiz soll den automatischen Informationsaustausch über Finanzkonten (AIA) ausbauen.
  • Zwölf weitere Staaten sollen in das Abkommen eingebunden werden – darunter die Ukraine.

Die Schweiz soll mit zwölf weiteren Staaten und Territorien den automatischen Informationsaustausch über Finanzkonten (AIA) einführen. Der Nationalrat hat am Montag als Erstrat grünes Licht gegeben. Eines der betroffenen Länder ist die Ukraine.

Eingeführt werden soll der AIA mit Ecuador, Georgien, Jamaika, Jordanien, Kenia, Marokko, die Republik Moldau, Montenegro, Neukaledonien, Thailand, Uganda und der Ukraine. Ab 2024 sollen zum ersten Mal Informationen ausgetauscht werden – sofern die betroffenen Länder die Voraussetzungen des AIA-Standards erfüllen.

Der Nationalrat stimmte den entsprechenden Beschlüssen mit deutlichen Mehrheiten zu, gegen den Willen der SVP. Sie hatte als einzige Fraktion auf die zwölfteilige Vorlage nicht eintreten wollen, unterlag aber mit 138 zu 52 Stimmen.

SVP gegen AIA mit weiteren Staaten

SVP-Sprecher Thomas Matter (ZH) machte geltend, die Mehrheit der fraglichen Staaten habe bisher kein Interesse am AIA mit der Schweiz bekundet, und nicht alle erfüllten die rechtlichen Voraussetzungen dafür. Die SVP wolle bei diesen Abkommen keine Verantwortung übernehmen und sie im Parlament «nicht auf Vorrat durchwinken».

Maurer Luxus
Ueli Maurer war 14 Jahre im Bundesrat und machte seine SVP währendessen zur stärksten politischen Kraft der Schweiz. - keystone

«Wir machen den AIA aus eigenem Interesse», entgegnete Finanzminister Ueli Maurer. Zum Schweizer Anspruch, zu den führenden Finanzplätzen zu gehören, gehörten Rechtssicherheit und Transparenz. Die Ukraine wolle den AIA ab 2023 umsetzen. Es sei deshalb wichtig, zu signalisieren, dass die Schweiz dazu bereit sei.

Der AIA dient gemäss Bundesrat der Stärkung der Integrität und Transparenz des Finanzplatzes Schweiz und will illegale Finanzflüsse bekämpfen. Zurzeit bekennen sich 120 Staaten zum AIA. In der Schweiz gelten die Gesetzesgrundlagen zum AIA seit 1. Januar 2017. Die Vorlage geht an den Ständerat.

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