Wegen Donald Trump trendet jetzt Obamas dritte Amtszeit
Obwohl verboten, spekuliert US-Präsident Donald Trump bereits auf eine dritte Amtszeit. Nun trendet «#Obama2028» in den sozialen Medien.

Das Wichtigste in Kürze
- Donald Trump spielt mit dem Gedanken an eine dritte Amtszeit.
- Dies ist aktuell von der US-Verfassung gar nicht erlaubt.
- Die Idee könnte zum Bumerang werden: Viele wünschen sich stattdessen Barack Obama zurück.
US-Präsident Donald Trump spielt mit dem Gedanken, eine dritte Amtszeit anzuhängen. Obwohl die zweite Amtszeit gerade mal drei Monate alt ist und die US-Verfassung explizit sagt: «Niemand darf mehr als zweimal zum Präsidenten gewählt werden.»
Der Einzige, der dies jemals tat, war Franklin D. Roosevelt, der zu Beginn seiner vierten Amtszeit verstarb. Vor ihm galten mehr als zwei Amtszeiten als verpönt, nach ihm galt der obenerwähnte 22. Zusatzartikel.

Im Gegensatz zur Schweiz sind in den USA Verfassungsänderungen höchst selten. Das liegt auch an den Hürden: Eine simple Volksinitiative genügt bei Weitem nicht.
Zwei Drittel beider Parlamentskammern müssen zustimmen, um nur schon einen Änderungsvorschlag zu machen. Danach müssen drei Viertel der Bundesstaaten den Vorschlag genehmigen.
Wegen Donald Trump: Obama-Fieber bricht aus
Doch das scheint Donald Trump und seine Unterstützer kaum zu beunruhigen. Beunruhigt sind, wenn schon, einige Demokraten: Auch wenn es absurd klinge, dieser Trump mache wohl auch damit ernst.
Da sei wohl mehr dran als bloss Ablenkung von «Signalgate», dem Chatgruppen-Skandal von Trumps Regierungs-Team.

Bereits hat der republikanische Abgeordnete Andy Ogles einen Vorstoss eingereicht. Dieser will den 22. Zusatzartikel dahingehend anpassen, dass niemand «zwei aufeinanderfolgende Amtszeiten» ausüben dürfe.
Doch im demokratischen Lager scheint die unverhohlene Drohung Trumps zum Bumerang für diesen selbst zu werden. Zu Tausenden wird seit einigen Tagen der Hashtag «#Obama2028» gepostet.

Denn wenn sich Trump über die Verfassung hinwegsetzen kann, kann dies auch Barack Obama. Der immer noch beliebte Ex-Präsident solle 2028 noch einmal antreten – am besten gegen Trump, nur schon wegen des Unterhaltungswerts.
Obama – oder doch lieber Obama?
Doch halt: Die vorgeschlagene Verfassungsänderung ist doch genau auf Donald Trump gemünzt, mahnen einige zur Vorsicht. Denn er hat in seiner Präsidentschaftskarriere ja einen Unterbruch eingefahren, hat also nicht schon zwei aufeinanderfolgende Amtszeiten wie Barack Obama.
Dieses Argument wird von Schlaumeiern sogleich entkräftet: Wenn Barack Obama noch einmal gewählt würde, wäre dies ja auch nicht eine «aufeinanderfolgende» Amtszeit. Er hätte einfach seine zwei aufeinanderfolgenden zuerst eingezogen.
So könnte in diesem rein hypothetischen Szenario fast nur noch eine Person zum Stolperstein für Barack Obama werden: Seine Frau Michelle. Und zwar gleich doppelt.
Dem Vernehmen nach würde sie einerseits Barack eine weitere Kandidatur strikt verbieten. Andererseits werden sich wohl grosse Teile der Bevölkerung sagen: Wenn schon noch einmal Obama im Weissen Haus, dann aber bitte sehr Michelle.