Elon Musk soll seine aktuelle Rolle im Weissen Haus bald aufgeben
Der Milliardär Elon Musk soll bald weniger aktiv im Weissen Haus sein. Präsident Donald Trump habe dies in seinem inneren Kreis angekündigt.

Das Wichtigste in Kürze
- In Zukunft soll Elon Musk in der US-Politik nicht mehr ganz so sehr im Fokus stehen.
- Der Milliardär könnte sich bald in eine informelle Beratertätigkeit zurückziehen.
- Präsident Donald Trump soll aber weiterhin zufrieden mit Musks Arbeit sein.
Elon Musk gehört seit dem Comeback von Donald Trump zu den präsentesten Gesichtern im Weissen Haus. Nun könnte sich dies aber ändern, wie das US-Magazin «Politico» berichtet.
In den kommenden Wochen werde Musk seine aktuelle Rolle aufgeben, heisst es. Trump habe dies gegenüber seinem inneren Kreis angekündigt. Das Medium beruft sich dabei auf drei Insider, die anonym bleiben.
Berater Musk dürfte Donald Trump erhalten bleiben
Grundsätzlich sei Trump mit der Arbeit Musks weiterhin zufrieden. Insbesondere mit der Effizienzbehörde Doge laufe es gut. Allerdings haben die beiden Männer jetzt offenbar entschieden, dass der Milliardär kürzertreten soll.
Musk soll weiterhin in einer unterstützenden Rolle tätig sein, aber ansonsten zu seinen Geschäften zurückkehren.
Ein Beamter gibt an, dass Musk wahrscheinlich in einer informellen Rolle als Berater aktiv sein werde. Er werde immer noch ab und zu im Weissen Haus anzutreffen sein. Eine zweite Stimme glaubt ebenfalls nicht, dass Musk ganz verschwinden wird.
Elon Musk wegen «Unberechenbarkeit» in der Kritik
Laut «Politico» hat es auch negative Stimmen innerhalb der Trump-Administration, aber auch von externen Verbündeten gegeben. Musk wurde demnach zunehmend als «politische Belastung» wahrgenommen, vor allem wegen seiner «Unberechenbarkeit».
Als Beispiel wird der aus der Sicht der Republikaner verlorene Wahlkampf in Wisconsin genannt. Bei der Richterwahl im US-Staat setzte sich die demokratische Kandidatin durch – trotz oder möglicherweise wegen der Wahlkampfhilfe von Elon Musk.
Trump hatte Anfang Woche bereits über einen möglichen Rückzug Musks gesprochen. Der Milliardär wolle irgendwann zu seinen Unternehmen zurückkehren, so der Präsident. Er würde ihn aber so lange behalten, wie er ihn behalten könne, so Trump.
Tatsächlicher Einflussbereich von Musk völlig unklar
Musk ist eine Schlüsselfigur in Trumps Vorhaben, die Staatsausgaben radikal zu senken. Der Tech-Milliardär hatte den Republikaner im Wahlkampf mit hohen Millionensummen unterstützt. Als Präsident betraute Trump ihn dann damit, die Verwaltungsreform voranzutreiben – organisiert über das dem Weissen Haus angegliederte «Department of Government Efficiency» (Doge).
Trump soll Musk dafür weitreichende Befugnisse eingeräumt haben – teilweise auf juristisch fragwürdiger Grundlage. Laut Weissem Haus hat Musk den Status eines «besonderen Regierungsbeschäftigten», was ihm erlaubt, maximal 130 Tage pro Jahr für die Regierung tätig zu sein. Welche Aufgaben er tatsächlich übernimmt – und ob er sich überhaupt an die formalen Grenzen seines Beraterstatus hält – ist allerdings völlig unklar.
Wirtschaftlicher Faktor für Musk?
Sowohl das Doge als auch Musks Einfluss auf die Regierung stehen inzwischen im Fokus zahlreicher Klagen. Kritiker werfen dem Unternehmer vor, seine wirtschaftlichen Eigeninteressen – als Chef von Tesla, SpaceX und X – in seine Regierungsarbeit einfliessen zu lassen.
Gleichzeitig gerät auch Musks wirtschaftliche Basis unter Druck. Es ist vor allem seine Beteiligung an Tesla, die ihn zum mit Abstand reichsten Menschen der Welt macht – jedenfalls auf dem Papier. Die Auslieferungen des Elektrobauers sanken zuletzt deutlich. Wie stark einzelne Gründe zu dem Rückgang beitrugen, ist schwer festzumachen. Nach den Medienberichten über Musks möglichen Rückzug drehte der Kurs ins Plus und legte zeitweise um rund fünf Prozent zu.