Elon Musk mit Rückzug aus Trumps Regierung – Tesla profitiert
Tech-Milliardär Elon Musk wird seine Rolle als Sonderberater von US-Präsident Donald Trump laut Medienberichten in den kommenden Wochen aufgeben.

Elon Musk will als Sonderberater von US-Präsident Donald Trump abtreten. Dies berichten US-Medien wie «Politico» und «ABC News» unter Berufung auf Insider.
Der Tech-Milliardär, der als Trump-Verbündeter für Kürzungen bei Bundesbehörden verantwortlich war, soll bis Anfang Juni aus der Regierung ausscheiden.
Der Grund: Er wolle sich verstärkt Tesla widmen, das mit einem Absatzrückgang von 13 Prozent im ersten Quartal kämpft. «Er will es», kommentierte Trump den angekündigten Rückzug am Montag laut «ZDF».
Tesla-Aktie springt an
Die Börse reagierte unmittelbar: Nach anfänglichem Minus schoss die Tesla-Aktie am Mittwoch um fast vier Prozent auf knapp 280 Dollar nach oben, berichtet «t-online».

Analysten werten Musks politisches Engagement seit Monaten als Belastung für den Elektroautohersteller. Boykottaufrufe und Proteste vor Tesla-Werken hatten den Druck zusätzlich erhöht.
Hintergrund des Rückzugs sind laut «Politico» auch interne Spannungen: Musks unvorhersehbare Kommunikation auf X und eigenmächtige Entscheidungen hätten bei Kabinettsmitgliedern und Trumps Stabschefin Susie Wiles für Unmut gesorgt.
Trotz Rückzug: Elon Musk bleibt informeller Berater
Offiziell wird Musk seinen Status als «Special Government Employee» verlieren, der ihm Ausnahmen bei Interessenkonflikten ermöglichte. Dennoch soll er Trump weiterhin informell unterstützen.
Eine Rolle, die auch seine politische Einflussnahme und Wahlkampfspenden von über 250 Mio. Dollar sichert.
Für Tesla könnte die Distanz zur polarisierenden Trump-Politik hingegen eine Entlastung bedeuten. Musk selbst begründet den Schritt mit dem nahenden Abschluss seiner Sparmission: «Wir werden den grössten Teil der Arbeit, das Defizit um eine Billion Dollar zu reduzieren, erledigt haben», sagte er kürzlich bei Fox News.
Das Weisse Haus dementiert unterdessen Spekulationen über einen Bruch: «Elon wird ausscheiden, wenn seine unglaubliche Arbeit bei Doge beendet ist», so Sprecherin Karoline Leavitt laut «Süddeutsche».